Maifest in Kornbach

 

Zahlreichen Besucher kamen am vergangenen Dienstag zum traditionellen Maibaumaufstellen nach Kornbach. Bei Bilderbuchwetter erlebten sie eine erstklassige Darbietung und auch für das leibliche Wohl hatten die Kornbacher gesorgt.

Seit 1955 richten die Veteranen in Kornbach das Maifest aus. Begonnen hat damit Willi Riedl, der als Sudetendeutscher nach Kornbach kam und als Veteranenvorstand das erste Maifest mit Maibaumaufstellen anregte. Damals gab es das “obere Wirtshaus” noch, in dessen Garten der Maibaum aufgestellt wurde und wo dann auch die Feier mit Tanz um den Maibaum stattfand.

57 Jahre später kümmert sich Heinz Herold um die Geschicke des Veteranen und Kameradschaftsvereins Kornbach. Er sitzt auf dem neuen Claas Schlepper, der vom Claas Zentrum in Gefrees freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde. Mit einem Stahlseil sichert er den Baum, bis er von den Männern hochgeschoben und in der Halterung befestigt ist.

Der aktuelle Kornbacher Maibaum ist drei Jahre alt und ein feindlicher Angriff oder Diebstahl des Maibaums fand bisher nicht statt bzw. konnte erfolgreich abgewehrt werden.

Beim Maibaum Aufstellen darf nur einer das Sagen haben, weiß Karl Herold. Das hat Harald Schöffel übernommen und auf sein Kommando wird der Baum mit der weiß-roten Bemalung mit eigens dafür vorbereiteten  Stangen Stück und Stück hochgewuchtet. Er und die Freiwilligen von Veteranenverein und Feuerwehr sind ein eingespieltes Team. Alles klappt wie am Schnürchen. Sehr zur Freude der zahlreichen Zuschauer, die kräftig applaudieren, als der Maibaum steht.
Für manche ist das Fest in Kornbach Ziel ihrer Maiwanderung, andere kommen mit dem Rad. Sogar zwei E-Bikes wurden gesichtet. Der Claas Schlepper zieht die Blicke der Männerwelt auf sich und schnell versammeln sich einige, um ein wenig zu fachsimpeln.

Ein paar erfahrene Männer kümmern sich noch um die Feinjustierung des Maibaums, andere erzählen der Dame von der Zeitung die Geschichte des Kornbacher Maifestes. Manch ein Kornbacher Urgestein weiß dazu eine Menge zu berichten.

Die Festversammlung pilgert inzwischen zum Anger, wo Heinz Herold mit dem Claas Schlepper die Feldküche von Klaus Kopp herfährt. Aus den Behältern dampft es. Es gibt Haxn und Kraut, Gemüseeintopf und Wiener. Auch für Getränke ist gesorgt. Manche Kornbacher kommen mit Behältern, um sich ihr Mittagessen nach Hause zu holen. Viele lassen sich im aufgestellten Partyzelt nieder, wo bis weit in den Nachmittag hinein gefeiert wird.

ph

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zamm geht’s

Im Rahmen der jährlichen Aktion “Zamm geht’s!” wurden am Spielplatz in Kornbach einige nötige Reparatur- und Streicharbeiten erledigt. Spielgeräte und Grillplatz sind nun gerüstet für die neue Saison.

Nordic Walking Saisonauftakt mit allen Sinnen

Bewegung an der frischen Luft, verknüpft mit aktiver Sinneswahrnehmung

Mit einem Lauf für Körper und Geist startete die Nordic Walking-Abteilung des SC/TV Gefrees am Wochenende in die neue Saison. Insgesamt 80 Freiluftsportler, darunter viele Kinder und ein Schäferhund fanden sich in Kornbach ein, um auf der rund sieben Kilometer langen Strecke zu walken und gleichzeitig ihre Sinneswahrnehmung zu aktivieren und zu schärfen.

Im Streckenverlauf waren acht Stationen eingebaut, an denen die Teilnehmer ihre optische, akustische und taktile Wahrnehmung, sowie Gleichgewichtssinn, Konzentration und Koordination schulen konnten. Viel Spaß hatten die Läufer an  Übungen, wie Baum begreifen, Ast-Mikado, Fehlersuche, Seiltastspiel, Waldfenster, Balancieren, Vertraue deinem Partner und Baumpuzzle, denn unser Gehirn liebt die Abwechslung und neue Herausforderungen. Zusätzliche Aufgaben, wie zum Beispiel die bewusste Wahrnehmung der Waldgeräusche sollten die Möglichkeit geben, einmal kurz innezuhalten und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Auch die jüngsten Teilnehmer (3-10 Jahre) marschierten voller Begeisterung mit ihren Stecken los. Für die Kinder gab es eine kleine Runde mit den Stationen  Springen wie ein Pferdchen, Balancieren auf einem Seil, Staffellauf, Zielwerfen und unter dem Beifall der „Großen“ liefen sie als „Eisenbahn“ wieder am Kornbacher Anger ein.

Nach Bewältigung des Parcours konnte im Zielraum sogleich der Geschmackssinn an einem reichhaltigen Fitness-Buffet getestet werden. Die Koordination von Auge und Hand wurde bei einem Schießwettbewerb mit Laserwaffen geschult und es zeigte sich, dass so mancher Nordic Walker auch ein guter Schütze ist.
Das schöne Wetter lud dazu ein, gemütlich beisammen zu sitzen und sich nebenbei über aktuelle Trends in der Sportmode und über neue Stockmodelle zu informieren.

Nachdem die Nordic Walking Saison nun offiziell eröffnet ist, finden die regelmäßigen Lauftreffs des SC Gefrees jeden Montag und Mittwoch statt. Treffpunkt ist jeweils um 19 Uhr in Kornbach auf dem Anger, von dort aus werden die Teilnehmer in unterschiedlich starken Leistungsgruppen von ausgebildeten Nordic Walking Trainern geführt. Das Trainerteam des Skiclubs freut sich auch über Anfänger, die Nordic Walking richtig erlernen möchten und wird zu diesen Terminen auch Einsteigerkurse anbieten falls Nachfrage besteht. Nähere Auskunft erteilt Ute Hofmann unter der Telefonnummer 09254-961301.

(Text: Ute Hofmann, Fotos: Sabine u. Niels Oberländer)

Ukrainischer Tenor zu Gast in Kornbach

“Klassik meets Kornbach” (Klassik trifft Kornbach), so könnte man den in vielerlei Hinsicht erstaunlichen Abend am 31.03.12 im Gasthof Kornbachtal beschreiben, der vielen Besuchern lange in Erinnerung bleiben wird.

Erstaunlich, weil sich ein gefragter Operntenor aus der Ukraine in ein kleines Dorf wie Kornbach verirrt. Erstaunlich, was dieser talentierte Künstler in zwei Stunden den 60 Besuchern geboten hat. Erstaunlich, weil der Eintritt frei war. Erstaunlich, wie schnell sich über Musik und persönliche Begegnung unterschiedliche Kulturen und Völker näher kommen und schätzen lernen.

Roman Antonyuk kommt aus Lwiw (Lemberg) im Westen der Ukraine. Er ist verheiratet und hat zwei Töchter. Nach seinem Studium an der Musikakademie Lwiw war er in Hamburg an der Hochschule der Künste Teilnehmer der Meisterklasse im Sologesang. Roman Antonyuk ist Preisträger vieler Musikwettbewerbe. Mit seinen Soloprogrammen ist er auf der ganzen Welt aufgetreten. In seinem Heimatland wird er zusammen mit drei Tenören bei der Fußball Europameisterschaft 2012 singen. Die Liste seiner Abschlüsse und Auszeichnungen ist lang. (Siehe Frankenpost vom Dezember 2011)

Im ersten Teil des Abends zeigte sich der Künstler in ukrainischer Volkstracht als Meister der Bandura, der 65-saitigen ukrainischen Lautenzither. Wie die Harfe in Irland, die Balalaika in Russland, das ist die Bandura in der Ukraine. Antonyuk versteht es, durch das Saitenspiel und den Klang seiner kräftigen Stimme Gefühle zu wecken und Einblick in die ukrainische Seele zu geben. Stücke der Klassik gehören ebenso zu seinem Repertoire wie Volkslieder der Ukraine, Reiterlieder der Kosaken oder der Beatles-Song “Yesterday”.

In der Pause bietet sein deutscher Freund und Organisator Heinz Bauer aus Neudrossenfeld, der in Bayreuth als Lehrer arbeitet, Kulinarisches aus der Ukraine und Moldawien an. Auch österlichen Kunstwerke, handbemalte Holzeier, kann man für ein paar Euro erwerben.

Im zweiten Teil des Abends gibt sich der Sänger klassisch. Im Frack und mit Sinfonieorchester (vom Band) setzt er zu einem wahren Arienmarathon an und erfüllt stimmgewaltig den Gastraum und die Herzen der Zuhörer, die immer wieder begeistert applaudieren und noch lange nicht nach Hause gingen. Und auch der bunte Hut von Heinz Böhm wurde gern gefüllt.

Irene Böttcher überreichte im Namen des Kornbachtreffs als Zeichen der Verbundenheit einen von Reinhard Schörner bemalten Holzteller mit dem Motiv der Kornbacher Schule. Sie bedankte sich auch bei Monika Assmann, die den Kontakt herstellte und bei Reinhard und Gudrun Schörner, welche die Anregung im Rahmen des Kornbachtreffs in die Tat umsetzten. Dank erging auch an Hedwig und Konni Loos, die als Wirtsleute diesem wundervollen Abend einen Rahmen gegeben hatten. (Das ukrainische “Borschtsch” könnte direkt auf die reguläre Speisekarte.)

Beinahe vergessen wurde an dem Abend, dass Roman Antonyuk unterwegs nach Norddeutschland ist, um dort Benefizkonzerte für ein 17-jähriges Mädchen zu geben, das an Leukämie erkrankt ist. Inna Magura (17) aus der Ukraine hofft auf einen Knochenmarkspender. Sie ist seit ihrem achten Lebensjahr erkrankt und hatte sich gut erholt. Dann kam Anfang November der Rückfall. Eine Chemotherapie kann nun nicht mehr helfen, sie braucht dringend eine Knochenmarktransplantation. Um Geld zu sammeln ist Roman Antonyuk nun zu Konzerten unterwegs. Das Schicksal des Mädchens gehe ihm nahe, denn er habe selbst eine Tochter in diesem Alter. (Mehr darüber in der SHZ und hier)

Auch das passt zu dem sympathischen Ukrainer mit dem großen Talent: Keine Starallüren, nichts Abgehobenes. Ein warmherziger Mensch, der seine große Gabe großzügig weiter gibt und andern damit zum Segen wird.

ph

Osterboten

Schon seit zwei Wochen erinnert in Kornbach eine Hasenfamilie an das nahe Osterfest. Der Platz am Denkmal ist mit bunten Eiern und einer Osterkrone von Klaus und Ewa Bahlau, Reinhard und Gudrun Schörner und Renate Köstler schön geschmückt worden. Ein paar Krokusse wagen sich hervor und lassen Frühlingsgefühle aufkommen. Auch die kleine Lena freut sich über die bunten Veränderungen.

Feuerwehranwärter ausgezeichnet

Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kornbach wurden die beiden Feuerwehranwärter André Schöffel und Felix Menzel mit der Urkunde für den erfolgreichen Abschluss der letzten Stufe des Wissenstestes ausgezeichnet. Der anwesende 1. Bürgermeister Harald Schlegel freute sich über den Nachwuchs bei der Kornbacher Wehr und überreichte die Auszeichnung gerne. Auf dem Bild von links: 1. Vorstand Klaus Degel, André Schöffel, Kommandant Ulrich Müller, Felix Menzel.

Der bayerische Wissenstest wird in 4 Stufen abgelegt. Jugendliche im Alter von 12 – 18 Jahren können daran teilnehmen. Der Test findet einmal im Jahr (meist im Oktober) statt und beinhaltet feuerwehrtechnische Fragen wie z.B. zur persönlichen Schutzausrüstung, Fahrzeugkunde, Verhalten bei Notfällen, Brennen und Löschen und Fragen aus dem Bereich der ersten Hilfe. Bei den Stufen eins (Bronze), zwei (Silber) und drei (Gold), erhalten die Jugendfeuerwehrler jeweils die entsprechende Anstecknadel. Mit der Stufe vier schließt der Wissenstest ab und es gibt eine Urkunde.

Wer selbst einmal sein feuerwehrtechnisches Wissen testen möchte, findet auf der Webseite der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg interessante Informationen und Lehr- und Fragebögen zum Herunterladen.

ph

Jahreswechsel in Kornbach

Mit Feuerwerk und guten Wünschen starteten die Kornbacher ins neue Jahr. Die Freiwillige Feuerwehr hatte im Gerätehaus für Getränke gesorgt und davor eine wärmende Feuerstelle eingerichtet. Zum Jahreswechsel versammelten sich an die 40 Besucher und begrüßten gemeinsam das Jahr 2012.

Weihnachtskonzert in Kornbach

Auf seiner Tour durch verschiedene Ortschaften um Gefrees kam der Posaunenchor der Evangelischen Kirche auch nach Kornbach. Am Abend des 3. Advent spielten die Bläser vor dem Feuerwehrhaus ihr Weihnachtskonzert. Die Kornbacher dankten es ihnen mit kräftigem Applaus. Die Freiwillige Feuerwehr hatte eingeladen und Plätzchen und Punsch vorbereitet, was bei den Besuchern wieder gut ankam. 1. Vorstand Klaus Degel dankte den Musikanten für ihren Einsatz bei Minusgraden und lud zum geselligen Beisammensein im Gerätehaus ein.

ph

Kornbacher richten Wege her

Auch in diesem Jahr wurde in Kornbach etwas für den Erhalt der Wege getan. Ortssprecher Harald Schöffel organisierte die Wegebauaktion am vergangenen Samstag und es fanden sich einige freiwillige Helfer mit Fahrzeugen und Geräten ein, um das mit einem freiwilligen Beitrag eines Großteils der Jagdgenossen finanzierte Material einzuarbeiten.

Ein paar mehr Wegenutzer bzw. Anlieger hätten es schon sein können, meint Schöffel, aber mit den vorhandenen Kräften wurde doch einiges geleistet. Es wurde der Kellergassenweg an den Rändern gerichtet, der Berngrünweg und der Kolmhuufweg teilweise aufgeschottert und gerichtet.

Ortssprecher Schöffel dankte allen Helfern, vor allem denen, mit den Maschinen (Rank Hermann, Bauer Jürgen, Bauer Theo, Köstler Manfred) und auch Heinz Herold, der nicht mithelfen konnte und eine Brotzeit spendierte.

ph

Die Toten brauchen keine Fahnen

Gedenken zum Volkstrauertag in Kornbach

Beim Klang der Glocke setzte sich am gestrigen Volkstrauertag eine Formation aus Feuerwehr und Veteranenverein vom Gasthaus in Richtung Dorfmitte in Bewegung, um in einer halbstündigen Feier am Kriegerdenkmal der Gefallenen der beiden Weltkriege und der Opfer aktueller Bundeswehreinsätze zu gedenken. Ortssprecher Harald Schöffel begrüßte die anwesenden Kornbacher und den 1. Bürgermeister Harald Schegel.

“Die Toten brauchen keine Fahnen”, zitiert Schlegel zu Beginn den spanischen Schriftsteller Jorge Semprún, „sondern unser Gedächtnis.“ Semprún hatte das Konzentrationslager Buchenwald überlebt. Er starb im Juni diesen Jahres. „Wir erinnern an die Soldaten der beiden Weltkriege, die Zivilisten, die bei Bombenangriffen oder auf der Flucht umkamen, Menschen, die durch das Kriegsgeschehen verletzt oder traumatisiert wurden, aber auch an die Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, an Juden, Sinti oder Roma, die wegen ihres Glaubens, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer ethnischen Herkunft oder wegen ihrer politischen Überzeugung verfolgt und ermordet wurden“.

Die meisten Menschen, die heute in Deutschland leben, seien in Frieden und Freiheit aufgewachsen. Für sie seien Krieg und Gewalt eher eine abstrakte Bedrohung, fuhr Schlegel fort. Dennoch sei Krieg, durch die Beteiligung deutscher Soldaten bei internationalen Einsätzen wieder näher gerückt. Egal wie man zu diesen Einsätzen stehe, die Soldaten und deren Angehörige verdienten unsere Solidarität. Der Blick in die Geschichte des 20. Jahrhunderts zeige, dass Frieden, Freiheit und Mitmenschlichkeit keine Selbstverständlichkeiten sind. “Diese Werte müssen errungen und sie müssen bewahrt werden. Es braucht Menschen und Staaten, die für sie eintreten.”

Gedenktage wie diese dienten dazu, den Opfern ein Gesicht zu geben, denn Millionen von Toten überstiegen das Vorstellungsvermögen, führte Bürgermeister Schlegel aus. Wenn man die Namen und einige Lebensdaten kenne, bekomme man eine Vorstellung davon, was Menschen erleiden mussten. In Gefrees und den Ortsteilen seien 540 Gefallene und Vermisste, 44 davon aus Kornbach.

Leider gebe es aber immer noch Ewig-Gestrige, denen die Toten der Kriege keine Mahnung sind und die versuchten, Jugendliche in ihren Bann zu ziehen. Städte wie Wunsiedel müssten es an diesem Tag hinnehmen, dass Neo-Nazis durch ihre Straßen ziehen. Aber es stünden auch immer mehr Bürger und Bürgerinnen in aller Deutlichkeit dagegen auf und verkünden, was sie unter Demokratie verstehen und dass sie für eine tolerante, eine bunte Gesellschaft eintreten. “Indem wir die Toten in unserem Gedächtnis bewahren nehmen wir die Verpflichtung an, für Frieden und für Menschlichkeit zu wirken”, schloss Bürgermeister Schlegel seine Ansprache. Die Gedenkfeier endete mit einem gemeinsamen Vaterunser und Kranzniederlegungen des Veteranenvereins und der Feuerwehr. Musikalisch umrahmt wurde das Gedenken von mehreren Musikstücken des Posaunenchors der Evangelischen Kirche Gefrees.

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